ins Leben wachsen

 

 

 „Lernen mit Hand, Herz und Kopf!“ – ganzheitliches Lernen –

Wenn Kinder beispielsweise Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten können, bekommen Lernrpozesse eine andere Qualität. Die Echtheit dieser direkten Erfahrung (Hand), das Angesprochensein mit allen Sinnen (Herz) schafft Bezüge, die Anlass sein können, viele Fragen zu stellen (Kopf).

 

 

 


 

„Wer sich nicht bewegt, bleibt sitzen!“ – Bewegung –

Bewegung ist nicht gleichzusetzen mit Sport. Über das Erlenen gezielter Bewegungen werden erste wichtige Strukturen im Gehirn angelegt. Vor allem das Toben im freien Raum, die Überwindung natürlicher Hindernisse und das Hantieren mit verschiedenen Materialien in der Natur fördern eine gute Planungsfähigkeit und Raum orentiertung. Beides sind Fähigkeiten, die die Kinder später in der Schule brauchen. Im Waldkindergarten gibt es eine Vielzahl an Bewegungsanlässen ohne Zeitdruck und ohne Einengung.

 


 

 

„Das ist kein Stock, das ist mein Zauberstab!“ – Kreativität

Der Wald bietet Kindern unvergleichliche Möglichkeiten für Rollenspiele, Bautätigkeiten, Erkundungen uvm. Die dort erlebte Bewegungsfreiheit und die vielfältigen Sinneserfahrungen setzen die kindliche Kreativität ganz von selbst in Gang. Das vorhandene Naturmarterial regt die kindliche Phantasie an: der Baumstumpf kann ein Stuhl, ein Tisch, eine Hobelbank, eine Verkaufstheke, ein Flugzeug etc. sein. Vorgefertigtes Spielzeug hat dagegen eine festzugeschriebene Bedeutung und kann dadurch Spielmöglichkeiten und Phantasie der Kinder einengen.

Unser Kindergartenwald

 

 

 

 

 

 

Das Gelände des Waldkindergartens befindet sich in einem Privatwald in Eben bei Degernbach. Die Schutzhütte am Waldrand ist Treffpunkt für das Bringen und Holen und dient als Unterschlupf bei besonders extremer Witterung.

 
Der Wald erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 6 ha. Durch eine behutsame naturnahe Bewirt-schaftung ist ein sehr abwechslungsreicher Lebensraum für die unterschiedlichsten Bäume und Sträucher, Pflanzen und Tiere entstanden.
Es gibt Lichtungen, fast undurchdringliches Unterholz, Kletterbäume, umgestürzte Wurzelstöcke, Bachläufe mit „Wasserfällen“, einen Tümpel, Felsen, Hänge und das „Brombeerloch“ mit Steilwänden zum Abseilen. Nicht zu vergessen der „Wichtelplatz“, ein Platz der Stille mit vielen entwurzelten Baumstümpfen in denen die Wichtel wohnen….

Waldwichtelgruppe

Unsere Wichtel …

 Es hat die ganze Nacht geregnet. Schon vor dem gemeinsamen Morgenkreis entdecken einige Kinder, dass sich auf dem angrenzenden Feldweg ein kleiner Bach bildet, der von einer bislang unentdeckten Quelle gespeist wird. Das Wasser glitzert. Goldstaub?!? Das muss eine Wichtelquelle sein. Ein neuer Spielplatz mit einer ungeahnten Fülle an Möglichkeiten ist entdeckt…

Das Spiel hat als Urbedürfnis einen sehr hohen Stellenwert in der Entwicklung des Menschen. Das Kindergartenkind benötigt besonders das freie Spiel, also spielen ohne vorgefertigtes Spielzeug. Hier kann es üben, an seine Grenzen zu gehen, im selbstgewählten Rollenspiel Verantwortung zu übernehmen, Spannungen auszugleichen, Konflikte auszutragen, Geduld mit anderen und sich selbst zu haben.

Die Waldkindergarten-Gruppe nimmt bis zu 24  drei- bis sechsjährige Kinder auf, möglichst gleich viele Mädchen wie Jungen.

Für Kinder mit besonderem Förderbedarf sind bis zu 2 integrative Plätze vorbehalten, wobei im Einzelfall zu prüfen ist, ob der für das Kind notwendige Betreuungs- und Pflegeaufwand im Waldkindergarten geleistet werden kann


Durch die wesentlichen Grundsätze der pädagogischen Arbeit in unserem Waldkindergarten versuchen wir in unserer von Reizen überfluteten Welt Platz zu schaffen zum „Kindsein“ und die geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklungsstufen der Kinder sinnvoll zu unterstützen.

  • Natur als Lebens- und Erfahrungsraum: Der tägliche Aufenthalt in der natürlichen Umgebung des Waldes ermöglicht den Kindern unmittelbares Erleben und ganzheitliches Begreifen der sie umgebenden Natur. Dies führt zur natürlichen Schulung der Sinne und lässt auch die Erfahrung der eigenen Grenzen und das Erleben von Stille auf selbstverständliche Weise zu.
  • Freies Spiel: Durch den hohen Stellenwert der Freispielzeit ohne vorgefertigte Spielsachen werden die wichtigen kindlichen Entwicklungsbereiche Motorik, Kreativität, soziale und emotionale Kompetenz auf optimale Weise unterstützt und gefördert.
  • Projektarbeit: Im situationsorientierten Arbeiten wird die Erlebniswelt der Kinder bewusst wahrgenommen, aufgegriffen und in Form von Projekten thematisiert.
  • Kompetenzen individuell entwickeln: Durch regelmäßig stattfindende Angebote wie Forschertag, Kochtag und „Schlaue Füchse“ (für die Ältesten im letzten Kiga-Jahr) oder Lese-, Sing- und Erzählkreis, aber auch Spiel- und Entspannungsrunden in der Kleingruppe bieten wir unseren Kindern die Möglichkeit, soziale und emotionale Basiskompetenzen, aber auch Fachkompetenz in den jeweiligen Bereichen zu erwerben und zu vertiefen. Eigenständig, individuell, selbstbestimmt durch eigene Beobachtung und Erfahrung, dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes angemessen.

    Unser Waldkindergarten macht Kinder fit für das Leben – er lässt sie ins Leben wachsen.

Unser Kindergartenteam


Silke Jäschke, Kristina Richter, Christine Thoma, Roswitha Hader

 

Christine Thoma, staatl. anerkannte Sozialpädagogin, Kindergartenleitung:

Der Mensch – ob Kinder oder Erwachsene – ist Teil der Natur. Leider erlaubt uns unser Alltag zumeist nicht, die positiven Effekte eines langen Aufenthaltes im Freien für Gesundheit und Entwicklung ausreichend zu nutzen. Der Waldkindergarten bietet Kindern die Chance, die Möglichkeiten des Waldes und des Geländes ausgiebig und in Ruhe wahrzunehmen. Den Rhythmus der Jahreszeiten erleben, einen steilen Waldhang erklimmen, am Bach spielen, im Schnee toben, gemeinsam mit anderen eine Hütte bauen, sich unbegrenzt ausleben oder entspannt im Moos liegen ermöglichen den Kindern ‚echte‘ Erfahrungen mit allen Sinnen.
Dabei ist mir persönlich wichtig, zu den Kindern eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und ihnen einen geborgenen und geschützten Rahmen zu geben in einem Umfeld, in dem sie sich die Welt im eigenen Entwicklungstempo erschließen und ihre persönlichen Fähigkeiten ausbauen können. Immer wenn ich in die glücklichen Kinderaugen und lachenden, rotbackigen Gesichter sehe, freue ich mich, Kinder auf diese naturnahe Art zu begleiten.

Roswitha Hader, Diplom Sozialpädagogin:

„Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.“ (François Rabelais)
Mit einem Waldkindergarten assoziiere ich viele Freiräume für Kinder, in denen Platz für selbständiges Handeln, Beobachtung, Abenteuer, Freies Spiel, Bewegung, Naturerlebnis mit allen Sinnen ist. Kinder sollten ihre Welt nicht in isolierten, eingegrenzten und eigens dafür ausgewiesenen Räumen und Orten erleben. Im Waldkindergarten hat ein Kind die Möglichkeit seine Umwelt mit Körper, Seele und Geist zu erfahren. Das sind Gründe, warum ich gerne in unserm Waldkindergarten arbeite.

Kristina Richter, Erzieherin:

Pestalozzis Symbolspruch „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ steckt den Rahmen ab, innerhalb dessen ganzheitliches Lernen möglich ist. Dabei ist das Herz die Basis der Bildung. Wenn die Kinder sich, ihre Umgebung und Jahresrhythmen in natürlichen Zusammenhängen erleben, bekommen Lernprozesse eine andere Qualität. Schon zu Beginn meiner Ausbildungs- und Berufszeit loderte meine Begeisterung für die Institution Waldkindergarten auf und wird auch heute noch jeden Tag aufs Neue entflammt. Es ist ein wunderbarer Arbeitsbereich auf einer sehr offenen und vertrauensvollen Basis mit den Kindern, den Eltern und den Kolleginnen.

Silke Jäschke, Diplom-Biologin, Umweltpädagogin und Kinderpflegerin:

„Der Weise pflegt die Wurzel – der Grashalm wächst nicht schneller, indem man daran zieht.“ – Zen-Weisheit
Ich habe vor ca. 10 Jahren erstmals von der Idee „Waldkindergarten“ gehört und sofort Feuer gefangen. Als Mutter von damals zwei, heute drei Kindern habe ich den Waldkindergarten Waldwichtel zusammen mit anderen Eltern gegründet, weil ich fest davon überzeugt war – und es bis heute bin – , dass es die beste Art von Kindergarten für unsere Kinder ist. Schon seit dem ersten Jahr biete ich mit den „Forschertagen“ den Kindern an, ihrer Neugier an naturwissenschaftlichen Phänomenen nachzugehen und diese zu vertiefen. Richtig spannend ist es für mich, wenn die Kinder mit leuchtenden Augen und einem Gesichtsausdruck höchster Konzentration experimentieren und Beobachtungen machen oder nach ihren eigenen Vorstellungen Versuche und Lösungen finden, die ich selbst noch nicht kannte. Das ist echte Forscherarbeit! So können wir zusammen und aneinander wachsen, gemeinsam Neues lernen und entdecken und darum wird es bei uns auch nie langweilig. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen: Ein Kindergarten in der Natur, in dem sich Kinder noch entfalten dürfen, eigene Interessen und Ideen haben und ausleben dürfen, nicht in einen vorgegebenen Rahmen passen müssen, sondern als kleine Menschen mit individuellen Fähigkeiten geachtet und angenommen werden, wie sie sind. Ein Kindergarten, in dem Kinder lernen wollen und dürfen und nicht müssen. Und, in dem Kinderaugen noch leuchten können. Und was könnte schöner sein, als diese Freude und Begeisterung mit den Kindern erleben und teilen zu dürfen… und darum bin ich immer noch dabei!

Anmeldung für den Waldkindergarten

Sollten Sie Interesse daran haben, Ihr Kind in unserem Kindergarten anzumelden, raten wir Ihnen dazu, dies möglichst frühzeitig zu tun.

Hinweis: Die Anmeldung hier ist noch keine verbindliche Zusage – weder von Ihrer noch von unserer Seite – allerdings wird unsere Planung um vieles erleichtert und Ihre Anmeldung kann so eher berücksichtigt werden.

Füllen Sie einfach das Anmeldeformular aus und schicken es unterschrieben an:

Verein Naturpädagogik e. V.
z. Hd. Renate Mauerer
Eben 4
94327 Bogen

Anmeldeformular download

Betreuungszeiten

Montag bis Freitag

 

Regelzeit:

7:45 bis 12:30 Uhr

90,- Euro pro Monat

 

Erweitert:

7:15 bis 13:00 Uhr

95,- Euro pro Monat

 

Kernzeit:

8:00 bis 12:00 Uhr

 

Sie benötigen andere Betreuungszeiten? Sprechen Sie uns einfach hierauf an: Kontakt

Wir haben 30 feste Schließtage im Jahr, verteilt auf August, Weihnachten, Ostern, Pfingsten und bis zu 5 zusätzliche Schließtage bei Fortbildungen des pädagogischen Personals.