1.000 Euro gespendet

Bogen. Im Rahmen der Aktion Herz zeigen hat der Drogeriemarkt dm in Bärndorf bei Bogen insgesamt 1.000 Euro für den guten Zweck gespendet: Einen Spendenscheck über 400 Euro überreichte Filialleiterin Yvonne Stalla an Julia Reisinger, Vorsitzende des Vereins Naturpädagogik mit Sitz in Eben bei Degernbach. Der Verein ist Träger des Waldkindergartens Waldwichtel. 600 Euro kommen der Bettina-Bräu-Stiftung zugute, die seit 24 Jahren die Krebsforschung im Dr. von Haunerschen Kinderspital unterstützt. Gründerin Irmgard Bräu nahm den Scheck entgegen.
Die Drogeriemarktkette hatte im September bundesweit zur Helfer-Herzen-Aktion aufgerufen. Die Kunden sollten in den Märkten zwischen zwei lokal engagierten Organisationen abstimmen. Die Organisation mit den meisten Helfer-Herzen, bekam dann die höhere Spendensumme überreicht.

Mitmachen bei Helfer Herzen!

Gutes tun für den Verein Naturpädagogik und für den Waldkindergarten Waldwichtel, kann man auch bei der Teilnahme an der Aktion „HelferHerzen“ beim dm-Drogeriemakrt in Bärndorf bei Bogen. Dort läuft vom 14. bis 22. September die Aktion „HelferHerzen“. Der Verein Naturpädagogik und die Bettina-Bräu-Stiftung, präsentieren sich dort mit einem Infostand. Ein Herz, das Kunden bei jedem Einkauf bekommen, können diese einem dieser beiden Vereine übergeben. Der Verein, der dann mehr Herzen gesammelt hat, bekommt eine Spende von dm übereicht, welche sich nach dem Umsatz, der in besagter Zeitspanne gemacht wurde, richtet.

Crowdfunding für neues Tipi

„Viele schaffen mehr“ ist auf Erfolgskurs.

Seit dem Start der Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte wurden bereits über 108.000 Euro gesammelt und 19 Projekte erfolgreich finanziert. Nun präsentiert sich der Verein Naturpädagogik. Er möchte ein Tipi für den Waldkindergarten in Eben bei Degernbach. Der Verein möchte mit Kursen und Camps Schulkinder und Erwachsene für die Natur begeistern und den kleinen und großen Entdeckern bei Wind und Wetter einen trockenen Unterstand bieten. Aus diesem Grund soll ein sturmsicheres und beheizbares nordisches Tipi angeschafft werden. Dazu fehlen noch 2.000 Euro.

Mit „Viele schaffen mehr“ hat die Volksbank Straubing einen digitalen Ort der Begegnung geschaffen, in dem gemeinnützige Projekte und Unterstützer zueinanderfinden. Die Bank initiiert und pflegt die Onlineplattform und vermarktet sie. Jede Spende ab fünf Euro wird um fünf Euro erhöht.

www.volksbank-straubing.viele-schaffen-mehr.de

Traumfänger basteln und Bogenschießen

Wald-Erlebnistag des Vereins Naturpädagogik war gut besucht

Am Samstag fand in Eben bei Degernbach der erste Wald-Erlebnistag des Vereins Naturpädagogik auf dem Gelände des Waldkindergartens „Waldwichtel“ statt. Rund 500 Besucher nutzten das herrliche Sommerwetter, um den Wald einmal anders zu entdecken – nämlich mit allen Sinnen, wie das Motto des Tages lautete. Zudem wurde das Konzept des Waldkindergartens vorgestellt, in dem Kinder „ins Leben wachsen“ können.

Der Verein Naturpädagogik bietet das ganze Jahr über Aktionstage und Kurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Der Wald-Erlebnistag sollte für alle Interessierten ein Beispiel dafür sein, was man in der Natur alles erleben kann: So konnte man bei einer Kräuterwanderung Wildkräuter suchen und anschließend als Brotaufstrich gleich selbst verarbeiten und verkosten. An einem Tonstand durften Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und kleine Figuren aus Ton herstellen. Beim neuen Tipi wurde geschnitzt, es wurden Traumfänger gebastelt und Feuer-Waffeln gebacken. Eine Station weiter konnten Besucher das Bogenschießen ausprobieren.

Beim Streifzug durch den Wald galt es ein Tierrätsel zu lösen und durch fühlen und tasten Dinge des Waldes kennenzulernen. Und wem die Strecke nicht zu weit war, den führte der ruhige und beschauliche Waldweg auch noch weiter zum Forschen am Bach. Wer nach alldem Hunger bekommen hatte, konnte sich mit Würstelsemmeln und gegrilltem Bio-Ziegenkäse und Gemüse wieder stärken.

Mehr Infos über den Verein und den Waldkindergarten unter:
https://www.inslebenwachsen.de
https://www.facebook.com/naturentdeckenunderleben
https://www.facebook.com/Waldkindergarten-Waldwichtel-Bogen-1494007730664580/

Unser Kindergartenteam


Silke Jäschke, Kristina Richter, Christine Thoma, Roswitha Hader

 

Christine Thoma, staatl. anerkannte Sozialpädagogin, Kindergartenleitung:

Der Mensch – ob Kinder oder Erwachsene – ist Teil der Natur. Leider erlaubt uns unser Alltag zumeist nicht, die positiven Effekte eines langen Aufenthaltes im Freien für Gesundheit und Entwicklung ausreichend zu nutzen. Der Waldkindergarten bietet Kindern die Chance, die Möglichkeiten des Waldes und des Geländes ausgiebig und in Ruhe wahrzunehmen. Den Rhythmus der Jahreszeiten erleben, einen steilen Waldhang erklimmen, am Bach spielen, im Schnee toben, gemeinsam mit anderen eine Hütte bauen, sich unbegrenzt ausleben oder entspannt im Moos liegen ermöglichen den Kindern ‚echte‘ Erfahrungen mit allen Sinnen.
Dabei ist mir persönlich wichtig, zu den Kindern eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen und ihnen einen geborgenen und geschützten Rahmen zu geben in einem Umfeld, in dem sie sich die Welt im eigenen Entwicklungstempo erschließen und ihre persönlichen Fähigkeiten ausbauen können. Immer wenn ich in die glücklichen Kinderaugen und lachenden, rotbackigen Gesichter sehe, freue ich mich, Kinder auf diese naturnahe Art zu begleiten.

Roswitha Hader, Diplom Sozialpädagogin:

„Ein Kind ist kein Gefäß, das gefüllt, sondern ein Feuer, das entzündet werden will.“ (François Rabelais)
Mit einem Waldkindergarten assoziiere ich viele Freiräume für Kinder, in denen Platz für selbständiges Handeln, Beobachtung, Abenteuer, Freies Spiel, Bewegung, Naturerlebnis mit allen Sinnen ist. Kinder sollten ihre Welt nicht in isolierten, eingegrenzten und eigens dafür ausgewiesenen Räumen und Orten erleben. Im Waldkindergarten hat ein Kind die Möglichkeit seine Umwelt mit Körper, Seele und Geist zu erfahren. Das sind Gründe, warum ich gerne in unserm Waldkindergarten arbeite.

Kristina Richter, Erzieherin:

Pestalozzis Symbolspruch „Lernen mit Kopf, Herz und Hand“ steckt den Rahmen ab, innerhalb dessen ganzheitliches Lernen möglich ist. Dabei ist das Herz die Basis der Bildung. Wenn die Kinder sich, ihre Umgebung und Jahresrhythmen in natürlichen Zusammenhängen erleben, bekommen Lernprozesse eine andere Qualität. Schon zu Beginn meiner Ausbildungs- und Berufszeit loderte meine Begeisterung für die Institution Waldkindergarten auf und wird auch heute noch jeden Tag aufs Neue entflammt. Es ist ein wunderbarer Arbeitsbereich auf einer sehr offenen und vertrauensvollen Basis mit den Kindern, den Eltern und den Kolleginnen.

Silke Jäschke, Diplom-Biologin, Umweltpädagogin und Kinderpflegerin:

„Der Weise pflegt die Wurzel – der Grashalm wächst nicht schneller, indem man daran zieht.“ – Zen-Weisheit
Ich habe vor ca. 10 Jahren erstmals von der Idee „Waldkindergarten“ gehört und sofort Feuer gefangen. Als Mutter von damals zwei, heute drei Kindern habe ich den Waldkindergarten Waldwichtel zusammen mit anderen Eltern gegründet, weil ich fest davon überzeugt war – und es bis heute bin – , dass es die beste Art von Kindergarten für unsere Kinder ist. Schon seit dem ersten Jahr biete ich mit den „Forschertagen“ den Kindern an, ihrer Neugier an naturwissenschaftlichen Phänomenen nachzugehen und diese zu vertiefen. Richtig spannend ist es für mich, wenn die Kinder mit leuchtenden Augen und einem Gesichtsausdruck höchster Konzentration experimentieren und Beobachtungen machen oder nach ihren eigenen Vorstellungen Versuche und Lösungen finden, die ich selbst noch nicht kannte. Das ist echte Forscherarbeit! So können wir zusammen und aneinander wachsen, gemeinsam Neues lernen und entdecken und darum wird es bei uns auch nie langweilig. Mein Traum ist in Erfüllung gegangen: Ein Kindergarten in der Natur, in dem sich Kinder noch entfalten dürfen, eigene Interessen und Ideen haben und ausleben dürfen, nicht in einen vorgegebenen Rahmen passen müssen, sondern als kleine Menschen mit individuellen Fähigkeiten geachtet und angenommen werden, wie sie sind. Ein Kindergarten, in dem Kinder lernen wollen und dürfen und nicht müssen. Und, in dem Kinderaugen noch leuchten können. Und was könnte schöner sein, als diese Freude und Begeisterung mit den Kindern erleben und teilen zu dürfen… und darum bin ich immer noch dabei!